Was kann Augen-Yoga?

Mehr als die Hälfte der Menschen in Deutschland brauchen eine Sehhilfe. (siehe ZVA „Brillenstudie 2019) Es wäre doch schön, wenn dieser Zustand „repariert“ werden könnte. Geht das überhaupt?

Die Geister scheiden sich und wie so oft: „es kommt darauf an!“

Einerseits, die Anatomie: man kann sich nicht vorstellen, dass man die Anatomie groß verändern kann. Glaskörper, Linse, Muskeln usw. – das ist alles gegeben.
Andererseits bemerken und fühlen wir, dass es Tage gibt, an denen wir besser sehen als an anderen – mit den gleichen Augen. Es gibt also Spielraum.


So geht Sehen:
Das Auge sieht am „gelben Fleck“ (foeva centralis) am schärfsten. Also muss das Gehirn die Bewegung des Auges so steuern, dass alle Teile des Objektes mit diesem gelben Fleck gesehen bzw. abgetastet werden können. Hierfür ist die ständige Bewegung der Augen notwendig.

Sehen funktioniert am Besten wenn unsere Augen aktiv sind und sich bewegen.
Unser Lebensstil, die Arbeit und oft auch die „Fixierung“ der Augen mit Brillen, schränkt diese Bewegung ein, wir beginnen zu starren. Kontaklinsen lassen mehr Bewegung zu und begrenzen das Sichtfeld auch nicht. Dafür nimmt man sie nicht schnell mal raus um eine kurze Pause zu machen.

Alles hängt zusammen:
Unser Körper ist ein komplexes, zusammenhängendes System. Es macht also nur begrenzt Sinn, die Augen isoliert zu behandeln, sei es mit Medikamenten oder mit einer Brille.
Unser gesamter Körper muss gesund und kräftig werden, die Durchblutung muss meist verbessert werden.

Wenn die Verdauungs- und Entgiftungsorgane gut arbeiten, der Blutdruck und Blutzucker in Ordnung sind, usw. dann sind gute Voraussetzungen für einen gesunden Körper und auch für gesunde Augen geschaffen.

Ausreichende Entspannung, viel Lebensfreude und frische Luft tun weiteres für unser Wohlfühlen und damit für das Sehen.

Training ist für unseren ganzen Körper wichtig – da werden mir alle Menschen zustimmen. Die Muskeln der Augen brauchen auch ein angemessenes Training. Nach einem Tag am PC, wahrscheinlich mit Brillen, geht’s den Augenmuskeln ähnlich schlecht wie unserer Rückenmuskulatur.

Unser Sehen geschieht aber nicht nur mit den Augen. Man kann sich die Augen wie ein Objektiv vorstellen. Die Interpretation des Gesehenen geschieht in unserem Gehirn. Und das ist lernfähig. Bekannte Dinge erkennt man schneller als Unbekannte, Spaß am Sehen z.B. durch verschiedene Sehspiele, unterhalten auch das Gehirn und was Spaß macht, wird lieber gemacht und funktioniert auch besser.

Schlecht sehen ist eine Art chronische Krankheit, sehr verbreitet und deshalb akzeptiert als quasi Normalzustand.

Meine Seh-Geschichte:
Ich habe „immer schon“ schlecht gesehen, hatte als Kleinkind eine Schieloperation und in den nächsten Jahren mein gutes Auge zugeklebt, damit das schwache Auge gestärkt wird – das funktionierte leider nicht. Heute weiß ich, dass es psychische Gründe dafür gab. Durch die Zusammenarbeit mit einer Therapeutin und mit einer Sehtrainerin verbesserte sich meine Sehkraft in Schüben messbar. Mein Astigmatismus – angeboren, unveränderlich – reduzierte sich auf die Hälfte.
Das motiviert immer wieder Seh-Übungen einzubauen.
Ich sage nicht, dass man seine Brille nicht mehr brauchen wird, ich trage sie heute noch. Aber es gibt Spielraum und oft ist eine Verbesserung schon sehr hilfreich, wenn man ohne Brille nicht mehr so hilflos ist.

Augenerkrankungen haben immer Ärzte zu behandeln! Für die körperliche Gesundheit, Entspannung und Lebensfreude müssen wir selbst zu sorgen.

Fazit: Was kann Augenyoga?
Unsere Augen in Bewegung bringen, Muskelverspannungen lösen, Sehübungen befreien den Blick, die Augen werden durch die Übungen und die Entspannung besser befeuchtet und durchblutet. Manchmal verbessert sich die Sehkraft messbar. Im schlechtesten Fall, hattest Du Bewegung, hast Du ein paar Verspannungen weniger, etwas Entspannung gespürt…. und vielleicht jonglieren gelernt.

Ein Seh-Spiel:
Besorge Dir zwei bis drei Jonglier-Bälle in einer schönen , kräftigen Farbe. Nimm die Brille ab, öffne das Fenster und wirf die Bälle. Egal wie und wie viele. Schau den Bällen nach, auch wenn Du sie unscharf siehst. Deine Augen bekommen Bewegung, Du übst oder lernst jonglieren, entspannst Dein Denken, atmest durch, vielleicht gibt es auch was zu lachen. Motiviere Deine Arbeitskollegen es auch auszuprobieren.
Und nun bist Du bereit für Neues!

Bild von Theodor Moise auf Pixabay

Das war: Yoga zur Sonnenwende

Ich freue mich immer auf die Wintersonnenwende. Endlich werden die Tage wieder länger – das Licht kommt wieder!Deshalb lade ich Euch ein, zum
Yoga zur Sonnenwende“
am Sonntag, 20. Dezember 2020 , 19 bis 20.30 Uhr


Am 21. Dezember ist der dunkelste Tag des Jahres, danach werden die Tage wieder länger. Das Sternzeichen des Steinbock vom 21. Dezember bis 20. Januar ist ein eher träges, nach innen gekehrtes Erdzeichen. Es geht nicht um Expansion sondern darum, die Früchte des Jahres zu genießen, das Vergangene nochmal ins Gedächnis zu rufen und das Neue zu planen.
Die dunkelste Zeit des Jahres ist eine Zeit der Ruhe und Besinnung. Das Drüsensystem reagiert auf das wenige Licht und verlangsamt den Takt des Körpers. Dies ist eine Zeit um über das eigene Leben nachzudenken, und die eigenen Ziele und Visionen zu klären.Die Menschen träumen nachts mehr und intensiver. Unterbewusstes wird nach oben gespült.Sukadev Bretz (Gründer von Shivananda Yoga) bringt diese Zeit auch in Zusammenhang mit den Energiezentren, den Chakren (Text gekürzt): 
„…Zusätzlich zur historischen und religiösen christlichen Dimension kann man Weihnachten auch als Sinnbild des spirituellen Weges sehen, …. In der Adventszeit werden vier Kerzen nacheinander angezündet. Dies kann man sehen als
Symbol für die schrittweise Öffnung der ersten 4 Chakras.“

Das Wurzel-Energiezentrum (Chakra) steht für die Verankerung in der Natur. 
Das Sakral-Chakra ist Sitz der Kreativität, Sexualität und Lebensfreude. 
Solarplexus,  das Feuerzentrum, der Enthusiasmus, das Gestalten der Lebenswelt.
Herz-Chakra, das Luftzentrum, der Sitz der Liebe und der Freude.
„Wenn dann die Liebe in uns erwacht, wird es schön, hell, warm. Das wird symbolisiert durch den Weihnachtsbaum, der mit vielen Lichtern und reichem Schmuck erstrahlt. ….
Das Herzchakra, das mit Weihnachten so viel zu tun hat, steht für Liebe und Freude. Die ganze Symbolik des Schenkens, des Feierns in der Familie, steht so für dieses Anahata Chakra. Auch wenn vieles heutzutage veräußerlicht scheint, kannst du doch hinter allem Materialismus tiefe spirituelle Symbolik erkennen.“Robert Henderson, Wien, Energiearbeiter der besonderen Art, schreibt: 
„Das Herz ist der große Transformator.
Die Energie die Dunkelheit in Licht wandelt; Schmerz in Licht; Müdigkeit in Licht; den Kampf in Licht.“

Ich lade Euch herzlich ein:“Yoga zur Sonnenwende – Online“ am Sonntag, 20. Dezember 2020 , 19  bis 20.30 UhrMit der Bestätigung zu Deiner Anmeldug bekommst Du ein paar Informationen, was Du vorbereiten könntest und die Zahlungsinformationen. Den Zugangslink schicke ich Dir dann ca. 1-2 Tage vor unserem Workshop zu. 
Anmeldung: Yoga zur Sonnenwende

Berührung, Bewegung und zusätzliche Yoga-Klasse

Yoga & Natur

Newsletter vom 27.9.2020

Liebe Yogis!

im Sommer lassen wir uns gerne von der Sonne berühren, vom Wasser, der Erde… wenn es kühler wird, brauchen wir genauso Berührung für unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit. Hast Du Dir schon mal überlegt, was unsere Haut alles zu bieten hat?
Klar: Schutz, Stoffwechsel, usw. aber  auch Kommunikation. Das Besondere ist, dass die Haut Kommunikation in zwei Richtungen ermöglicht. Das schaffen Augen oder die Sprache nicht.
Einerseits zeigt sie uns mit Gänsehaut, Rötungen, Pickel, an, was innerlich los ist, wir können auch von außen Reize über die Haut ins Gehirn transportieren.
Dafür gibts sogar ein eigenes Nervensystem. Es bringt nur Berührungsinformationen ins Gehirn, dort werden diese verarbeitet und dort (hoffentlich als Wohlgefühl) wahrgenommen.
Thai-Yoga ist „Die Kunst der Berührung“. Du bleibst passiv. Ich bringe Dich liegend in Yoga-Positionen, verwende Akkupressur, arbeite mit Meridianen… all das, bringt das Energiesystem wieder in Schwung, Wohlbefinden und Entspannung unterstützen auch das Immunsystem.
Probiere es einfach aus.

So lange es noch geht und Ihr mögt, gibts noch Yoga-Outdoor. (Donnerstag 17.30 Uhr, bitte anmelden)
Wenn Interesse besteht, könnten wir Yoga-Outdoor auch „Indoor“ gehen lassen und das ganze Jahr über üben. 
Der genaue Termin ist nicht fix. Je nach Anzahl  der Teilnehmer buche ich einen Raum. Also melde Dich auch gerne, wenn Dir der Donnerstag Termin bisher nicht möglich war und schick mir einen Wunschtermin.

Neu! Neu! Neu!
Als Vertretung übernehme ich für einige Zeit die Montagsklasse von meiner lieben Kolleging Karina Zimmermann, die sich verletzt hat (Gute Besserung nochmals auf diesem Weg). 
Montag, 19.30 Uhr – sanfter Yoga – Hatha Yoga mit Elementen aus verschiedenen Richtungen, mit indiviuellen Varianten.  Hier gibts noch die Möglichkeit mitzumachen.
Melde Dich bei mir, wenn Du es probieren willst. Einzeleintritt 15 Euro, kein Abo, einfach nur anmelden und mitmachen.
Ich wünsche Euch noch schöne Spätsommer Tage!
Bleibt gesund und freut Euch des Lebens!

Liebe Grüße

Sabine

PS: Kennst Du meine Arbeit schon? Findest Du sie gut? Dann habe ich eine Bitte: würdest Du mir ein paar Zeilen zukommen lassen, die ich als Testimonial auf meine Homepage nehmen kann? Oder möchtst Du lieber direkt bei Google Business eine Bewertung abgeben?  Link zur Google Business Bewertung

Deine Informationen und Erfahrungen sind wichtig für mich und für andere Menschen. Vielen Dank!


Meine Yoga-Termine findet Ihr hier

Wer braucht Yoga?

Wer atmet braucht Yoga.

Findest Du die Aussage verkürzt? Zu einfach?
Keine Sorge, es ist zwar einfach aber nicht leicht.

Da sollte dann noch eine weitere Frage anschließen: was ist yoga?
Im Yoga Sutra (eine wichtige Lehrschrift des Yoga) heißt es:
„Yoga ist das zur Ruhe bringen der Gedanken.
Nun, es ist nur wenigen Menschen vergönnt, solch eine Kunst einfach zu beherrschen.

Die Yogis haben dafür „Pranayama“ entwickelt, die Kunst des Atmens oder die Kunst der Atemlenkung. Mit verschiedenen Übungen wird Bewusstsein und Atemtechnik usw. gelernt.
Dies ist ein sehr guter Einstieg. Aber ich sehe auch eine große Gefahr: wir neigen dazu uns in Regeln, Anweisungen und Übungen die auf eine bestimmte Art auszuführen sind, zu verlieren.
Das eigentliche Ziel ist es, den Atem einfach zu beobachten. Kein Halten, pressen, pusten…ich nenne es gerne: „Den Körper atmen lassen, er weiß eigentlich schon wie das geht. Dazu muss man sich Zeit nehmen und das Geschehen beobachten.

Ich fürchte, das ist das wirklich schwierige und bahnbrechende: Zeit lassen!
Kein zählen und messen, kein besser und schlechter, einfach Zeit lassen.

Wie gehts Dir damit? Ich freue mich über Deine Gedanken und Erfahrungen, gerne per Email.